Prepaid-Kreditkarten nicht grundsätzlich eine gute Wahl
Veröffentlicht in der Kategorie Kreditkarte am 4. Jan. 2010
Gerade zum Jahreswechsel befassen sich die Verbraucherschützer stets mit den Entwicklungen und Veränderungen im zurückliegenden Jahr. Eine Erkenntnis dabei ist die, dass die so genannten Prepaid-Kreditkarten immer öfter in der Gunst der Konsumenten ganz oben stehen. Die Karten haben nachgewiesener Maßen insofern einen deutlichen Vorteil, dass sie nur auf Basis von eingezahlten Guthaben arbeiten. Ein Überziehen ist somit nicht möglich.
Das macht die Guthabenkarten insbesondere auch für Unternehmer interessant, die ihren neuen Mitarbeitern nicht gleich den vollen Verfügungsrahmen anbieten möchten. Doch die Karten verfügen sehr wohl auch über negative Facetten. Dass die Karteninhaber nur auf elektronische Weise mit Plastikgeld bezahlen können, ist diesbezüglich eher der kleinste Nachteil. Doch es zeigt sich beim Vergleich vieler Karten, wie oft die Anbieter die ausbleibenden Einnahmen durch den Kreditrahmen auf anderem Wege wieder hereinholen.
Anbieter nutzen zusätzliche Gebühren als Verdienstausgleich
Abgesehen von den monatlichen bzw. jährlichen Grundgebühren für den Einsatz der Kreditkarte, die gut und gerne dreistellige Bereiche erreichen können, lauern an vielen verschiedenen Stellen hohe Extra-Ausgaben. So fallen beispielsweise für Bargeldabhebungen an Automaten schnell zusätzlichen Gebühren von mitunter fünf Euro an, andernorts wird prozentual mit Gebühren von bis zu drei Prozent kalkuliert. Darüber hinaus finden sich bei vielen Prepaid-Kreditkarten weitere Kostenfallen, so werden bei einigen Kreditkartengesellschaften bei monatlicher Übersendung der Kontoauszüge ebenfalls ein bis zwei Euro fällig.
Was aber für viele Verbraucher der wohl ärgerlichste Aspekt in Punkto Gebühren ist, betrifft die Aufladung des Guthabenkontos selbst. Wird mit einer anderen Kreditkarte eingezahlt, werden selbst für diesen Vorgang oftmals bis zu drei Prozent der Einzahlungssumme berechnet. So sinkt das geplante Guthaben direkt mit der Einzahlung. Die verschiedenen Gebühren zusammengefasst, kann bei der Jahresabrechnung durchaus eine stattliche Summe herauskommen, die nahe legt, dass die Auswahl der Guthaben-Kreditkarte doch etwas ausführlicher hätte geschehen sollen.
