Versicherungen mit sinkenden Gewinnen als Folge der Krise
Veröffentlicht in der Kategorie Versicherungen am 30. Jun. 2009
Die Wirtschaftskrise hat vor allem die Banken und Versicherung hart erwischt. Von der Kritik, dass die Unternehmen eigentlich auf die Entwicklungen hätten vorbereitet sein müssen, einmal ganz abgesehen.
Gerade bei den Lebensversicherungen sind die Zahlen deutlich rückläufig. Sinkende Beitragsvolumina machen den Versicherungsgesellschaften Kopfzerbrechen. Und ebenso dürfte es zunehmend auch den Versicherten selbst gehen.
Denn Einbrüche bei den Beitragszahlungen lassen die Gewinne der Konzerne einbrechen, was wiederum direkte Auswirkung auf die Beteiligungen hat. In der Kombination mit zuletzt schrumpfenden Zinsen und hohen Abschreibungen, die auch in der Versicherungsbranche unausweichlich waren, entsteht eine gedämpfte Stimmung.
Von den Top10 der Deutschen Versicherungsgesellschaften mussten inzwischen vier sinkende Bruttobeträge für das vergangene Jahr im Vergleich zum Jahr 2007 vermelden. Doch mehr als ein Dämpfer können die Zahlen für die Branche scheinbar nicht sein. Vielerorts äußern Management-Vertreter, dass schon in diesem Jahr wieder ein deutliches Wachstum erwartet werde.
Die Krise, so heißt es etwa bei der Hannover Rück, ist überstanden, es geht endlich wieder bergauf. Bei der Bundesfinanzaufsicht BaFin hingegen sieht man die Lage etwas anders. Auch die Versicherungen müssen sich demnach auf weitere Verluste als Folge der so genannten Subprime-Krise einstellen. Eine existentielle Gefahr für die Unternehmen besteht jedoch in der Tat eher nicht.

Wenn ein allgemeiner Trend zum Sparen einsetzt, dann werden erst einmal die kurzfristig verfügbaren Geldanlagen aufgestockt, nämlich Bargeld und Spareinlagen. Daher trifft es viele Wirtschaftsbereiche, die überhaupt nichts mit den Betrügereien auf dem internationalen Finanzparkett zu tun haben. Auch Versicherungsgesellschaften haben nichts mit den Spekulationen auf den Finanzmärkten zu tun. Im Gegensatz zu Banken steht Versicherern nur Geld zur Verfügung, das sie einnehmen. Banken jedoch können Geld verleihen, das sie nicht haben und mit Wertpapieren handeln, die nicht durch Sachwerte gedeckt sind.
Oliver Knittel, IT-Consultant für die Versicherungswirtschaft: ‘Die Versicherungsgesellschaften haben nicht gezockt. Daher können sie ordentliche Zahlen vorlegen.’ Der vom wdr produzierte Film ‘Die wundersame Geldvermehrung’ erklärt das illegale Schnellballsystem der Banken. In der Beschreibung zum Film heißt es: “Banken können Geld vermehren. Wie das funktioniert, zeigt das ‘Spiel des Geldes’. Anfangs gibt es für die drei Teilnehmer nur eine Münze. Doch mit der Bank kommt Bewegung ins Spiel, denn diese verleiht Geld an die Spieler.”
Viele Kunden haben wahrscheinlich ihre Kapitallebensversicherung beitragsfrei gestellt und werden die monatlichen Zahlungen wieder aufnehmen, wenn es in den Medien heißt, die Stimmung sei wieder entspannt und optimistisch. Sie werden am Sonntag früh wieder die teuren Brötchen beim Bäcker kaufen und am Nachmittag mit dem Auto das teure Ausflugslokal aufsuchen oder sich mit ihren Kindern in einem teuren Erlebnispark vergnügen. Echtes Geld kann man nur einmal verbrennen. Virtuelles Geld erzeugt Illusionen. Es ist wie eine Droge, die das Bewußtsein trübt und den Körper vergiftet. Eines Tages ist es soweit: Der goldene Schuß erzeugt einen Kollaps und führt den Tod herbei.
Hans Kolpak
INsure-IT.de