Festgeld? Tagesgeld? Fonds?

Veröffentlicht in der Kategorie Geldanlage am 19. Aug. 2008

Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht! So lautet eine alte Weisheit, doch leider trifft die übertriebene Vorsicht nicht auf den Deutschen zu, wenn es um Geldanlagen geht.

Studien belegen immer wieder, dass der deutsche Durchschnittssparer eigentlich überhaupt keine Ahnung davon hat, wie sein Geld für ihn arbeitet, wenn es das mal überhaupt tut. Milliarden privater Euros werden angespart, angelegt, verzinst und vermehrt, ohne dass der eigentliche Besitzer überhaupt versteht wie das alles vonstatten geht. So lange dann am Schluss unterm Strich ein Plus steht, sind ja alle zufrieden, aber was ist denn, wenn nicht mal das noch gewährleistet werden kann? Bestes Beispiel ist das Sparbuch, welches mit seiner Verzinsung unter der Inflationsmarke liegt. Hier wird Geldvernichtung betrieben und zwar in einem unglaublichen Umfang. Wer schon so weit ist, dass begriffen zu haben, dürfte beim Tagesgeld oder dem Festgeld gelandet sein. Beides sind grundsolide und sichere Anlagen, wenn man auch hier zinsertragtechnisch über der Inflation liegt. Wer richtig erfolgreich sein will, sollte bei Tagesgeld einen Minimalzinssatz von 4,5 Prozent und bei Festgeld mindestens 5 Prozent anstreben. Das natürlich bei der Absicherung über den deutschen Einlagensicherungsfonds.

Wer schlussendlich Aktien handelt, in Fonds investiert oder investieren lässt, Zertifikate handelt, oder sonst wie anders am Geldmarkt aktiv wird, sollte wissen, was er tut. Die Chance auf einen Verlust durch Unwissenheit ist größer denn je. Setzen sollte man auf Beratung vom Fachmann und vielleicht auch mal lieber auf weniger komplizierte Geldanlagen. Unwissenheit schützt vor Geldverlust nämlich ebenso wenig, wie vor Strafe.

Eine Antwort zu “Festgeld? Tagesgeld? Fonds?”

  1. Vielen Dank für den obigen Artikel. Ich habe früher ebenfalls ein Sparbuch gepflegt, allerdings mehr aus Gewohnheit als aus Gewinnstreben. Irgendwann erzählte mir dann mal jemand was vom Tagesgeld. Also: Sparbuch aufgelöst und den gesamten Getrag als Tagesgeld angelegt. Das lohnt sich wesentlich mehr, vor allem weil ich jederzeit Zugriff auf mein Tagesgeldkonto habe. Zur Zeit besitze ich ein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland mit 3,8 Prozent Zinsen. Wenn ich keine Lust mehr habe, kann ich das Konto auch jederzeit auflösen.

    Grüße

    S. Talbank

  2. S. Talbank on Juni 4th, 2009 at 13:50

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