Mit der Inflation auch noch Gewinne scheffeln ist der neueste Trend auf dem Anlagemarkt. Immer mehr Banken werben verstärkt für jene Produkte, die sich mit Inflations-Zertifikaten befassen.
Preisauftrieb ist das magische Wort, welches die Inflations-Zertifikate so beliebt werden lässt. Experten versprechen sich sogar höhere Renditen als beim Tagesgeld, aber ob wirklich alles so kommt ist nicht sicher. Obwohl durch steigende Energie- und Rohstoffpreise die europäische Teuerungsrate so hoch liegt, wie schon lange nicht mehr und auch wenn die Inflationszinsen die Zinsen aus Kapitalanlagen bereits beginnen einzuholen und zu überflügeln, sollte man das klassische Tagesgeldkonto nicht abschreiben. Trotzdem setzen Banken andere Schwerpunkte derzeit, denn die Angst vor Geldentwertung geht nachhaltig um.
Anlagen die sich auf die fortschreitende Inflation beziehen, schießen aus dem Boden. Bei Morgan Stanley bekommt man Zinsen in Höhe der doppelten Inflationsrate in den ersten beiden Jahren und danach einen Festzins. Ähnliche Konzepte kommen auch aus den Niederlanden. So lange die Inflation anhält, sind die ein- bis fünfjährigen Anlagen lukrativ und selbst bei einsetzender Deflation bekäme man zumindest das raus, was man eingezahlt hat. Doch genau da ist der Unterschied zum Tagesgeld. Tagesgeld liefert einen kontinuierlichen Zinssatz, unabhängig vom Wert des Geldes. Zertifikate bauen auf eine fortschreitende Inflation und stellen ihre Wirksamkeit ein, wenn sich die wirtschaftliche Gesamtlage wieder ändert.
Wer als Kunde wirklich immer top am Zins-Markt sein will, muss kurze Anlagezeiten wählen und in Sachen Informationen stets am Ball bleiben.
