In der Werbung ist es ein gern gebrauchtes Stilmittel, um die Fairness des Angebots direkt zu unterstreichen und dem Kunden an sich zu suggerieren, dass die Finanzierung durch Leasing hier besonders günstig, weil zinsfrei, zu haben ist. Zinsfrei – Dieses Versprechen ist sehr eindeutig und wird demnach in vielen Fällen auch anstandslos eingehalten, doch gibt es für Autoverkäufer andere Möglichkeiten das fehlende Geld an anderer Stelle wieder rein zu holen. Mit Zusatzspesen und Steuern werden die Leasing-Kosten und somit die Gesamtfinanzierung wieder teurer. Als Konsument ist genaues Hinsehen gefragt und das berühmte Kleingedruckte will vorab gelesen sein.
In einem konkreten Fall wurde ein finanzierbarer Neuwagen für 13.990 Euro von einem Händler angeboten. In 24 Monaten sollte der Wagen finanziert werden und das Leasing abgeschlossen sein. Doch inklusive Bearbeitungsgebühren und Leasingaufschlägen stieg die Summe auf weit über 14.000 € an. Spesen und Gebühren betrugen rund 1,5 Prozent der Gesamtsumme und der schlussendlich verlangte Restwert betrug rund 63 Prozent der Gesamtsumme, also eine ganz schöne Einmalbelastung finanzieller Natur, die fällig wird, wenn das Auto nach Ablauf des Leasings gekauft werden soll.
Leasing an sich ist für beide Parteien eine einfache und günstige Möglichkeit der Autofinanzierung, doch bei so genannten Sonderangeboten und speziellen, teilweise sehr günstigen Angeboten sollte man zweimal hinschauen und sich mit den Inhalten des Vertrags auseinandersetzen. Nicht selten ist ein sehr günstiges Angebot unflexibel und schlussendlich nicht unbedingt günstiger, als eine völlig normale Finanzierung, bei der man als Kunde aber ein Wort mitreden kann.
