Wer heutzutage genug hat von den unruhigen Aktienmärkten könnte leicht in die Versuchung geraten seine finanziellen Mittel direkt in ein Tagesgeld Angebot zu stecken. Die Werbung in diesem Segment ist über alle maßen bunt und aggressiv geworden und verleitet schnell zu Abschlüssen, die man wenige Monate später vielleicht auch schon bereut. Toprenditechancen gegen Idealzinsen lautet der Kampf und die Banken und Sparkassen konzipieren fast wöchentlich neue Lockangebote für Neukunden. Neukunde ist dann auch direkt das Stichwort. Meist bereits nach wenigen Monaten ist man eben kein solcher Neukunde mehr und die strahlenden Zinsen von einst, sind normalen Zinssätzen, die es überall sonst auch gegeben hätte, gewichen. Diese begrenzten Angebote sollte man nur nutzen, wenn auch die anschließende Zinsperspektive dementsprechend gut ausfällt.
Banken und Sparkassen nutzen die Neukunden gerne als schnelle Refinanzierungsquelle, denn Tagesgeld hat vor allem durch die US-Immobilienkrise in den letzten Wochen noch mal an Attraktivität zugelegt und der entsprechenden Werbekampagne lassen sich Kunden gleich im Dutzend abschöpfen. Gar kein Hehl aus dieser Finanzpolitik macht Branchenprimus ING DiBa und von VW Financial Services kommt die Rechnung, dass rund 18 Prozent des gesamten Refinanzierungsbedarfs aus Tagesgeldanlagen stammt. Scheinbar hat der hohe Tagesgeldzinssatz keinen Einfluss auf die positive Entwicklung bei den Anbietern von Tagesgeldkonten, denn die tägliche Neukundenschlacht wird offen ausgetragen.
Für den Sparer ist wichtig, was ihnen unter dem Strich bleibt. Wie lange gelten die offerierten Zinssätze und gelten diese tatsächlich nur für Neukunden? Ist die Höhe des eingebrachten Kapitals beschränkt und ab wann gelten die niedrigen Zinssätze? Nicht unwichtig ist in diesem Zusammenhang ein Vergleich, bevor in Tagesgeldkonto eröffnet wird. So werden optimale Renditechancen aufgezeigt und man sorgt selbst nachhaltig dafür, dass man auch in einigen Monaten noch ein zufriedener Anleger ist.
