Und wieder ist die Finanzkrise in aller Munde und vor allem die Banken reagieren jetzt wesentlich zurückhaltender, wenn sich ein Kunde nach einem Kredit erkundigt. Aus Angst vor weiteren Auswirkungen sind nicht nur die Vergabekriterien für kleinere, mittlere und Großunternehmen wesentlich strenger geworden. Auch private Kunden müssen sich darauf einstellen, aus einer wesentlich gesicherten Position heraus nach einem Kredit zu fragen, denn ohne ausreichende Sicherheiten geht nichts mehr. Diese Entwicklung bestätigen auch Finanzexperten und Auskunfteien wie zum Beispiel das Berliner Unternehmen Creditreform. Bonität sei eine Grundvoraussetzung und selbst bei guten Werten müssen Unternehmen zusätzlich noch mit höheren Zinsen rechnen. Bei Privatkunden ist die Zinsentwicklung eher positiv niedrig, aber auch hier spielt eine gute Bonität durchaus eine Rolle.
Bisher sind die Auswirkungen der Finanzkrise nicht dramatisch, aber gerade auf dem Sektor der Unternehmenskredite ist die Entwicklung rückläufig und so wird natürlich auch das Wirtschaftswachstum nachhaltig eingeschränkt und gehemmt. Was von Unternehmensseite jetzt noch als gute Kreditbedingungen eingestuft werden, kann sich mit anhaltender Krise immer negativer auswirken. Kreditvergaben ohne Risikoaufschläge werden seltener werden, so zumindest sehen es auch Finanzierungsexperten bundesweiter Verbände wie dem Deutschen Industrie- und Handelskammertags und des Verbands VDMA. Ein gutes Beispiel für einen teuren Kredit liefert derzeit die EZB selbst, denn ein einwöchiger Unternehmenskredit kostet dort derzeit 4,23 Prozent Zinsen und ist damit so teuer wie seit September 2007 nicht mehr. Geben Banken und Sparkassen diese Zinsentwicklung weiter, wird es noch teurer und zuletzt wird es nicht nur mehr die Unternehmen belasten, sondern auch die Endkunden und privaten Kreditnehmer.
