Geht man als Rentner, oder generell als alter Mensch zur Bank oder zur Sparkasse und versucht einen Kredit zu bekommen, dann wird man nicht selten mit teuren Krediten bedient, oder gar nicht erst als Kunde wahrgenommen. Mehr als ungern vergeben die Institute Kredite an alte Menschen, auch dann nicht, wenn horrende Sicherheiten zu bieten sind. Mehr als die dreifache Monatsrente ist meist nicht drin und das zieht sich durch die gesamte Branche, wobei Sparkassen meist noch konservativer reagieren, als spezielle Kreditbanken, die nicht selten explizit Rentnerkredite bewerben. Gründe für diesen Umstand sind meist kaum vorhanden, nur der drohende Tod des Kreditnehmers allein schreckt die Institute schon ab. Natürlich hofft man auf eine vollständige Darlehenstilgung, bevor der Tod eintritt, doch in Zeiten, wo Menschen immer älter werden, ist so eine Entwicklung kaum zeitgemäß zu nennen. Doch das Darlehen bereits vor der Rente planen, kann auch nicht die Alternative sein, wird aber dennoch aktuell von Finanzexperten empfohlen.
Fakt ist und bleibt die Altersgrenze von 60 Jahren. Jenseits dieser Altergrenze wird es zunehmend schwieriger sich Geld zu leihen. Das fällt inzwischen nicht nur verschiedenen Rentnervertretungen wie zum Beispiel auch der Bagso – der Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisation negativ auf. Altersrisiken, bei genug vorhandenen Sicherheiten seien nicht gegeben, sondern lediglich eine Altersdiskriminierung. Auch bei alten Menschen sollte nicht über einen Kamm geschoren werden, sondern, so fordert nun auch die Bagso, eine Einzelfallentscheidung herbei geführt werden, so wie auch bei jüngeren Kunden üblich.
Verbraucherschützer raten von teuren Restschuldversicherungen ab, die nicht selten auch versteckt im Kreditvertrag sind. Nicht selten macht so eine Versicherung zehn bis 30 Prozent der Gesamtsumme aus. Das sollte man nicht akzeptieren. Für ältere Menschen bleibt oft nur die Darlehensabwicklung über jüngeren Menschen, zum Beispiel die eigenen Kinder.
