Der Unterschied einer britischen Lebensversicherung zu seinem deutschen Gegenpart ist ziemlich deutlich. Auffällig ist vor allem die Höhe der Ablaufleistung, die deutlich besser ist, als bei einer deutschen Lebensversicherung. Der Grund für diesen deutlich erkennbaren Leistungsunterschied ist eine völlig andere Struktur, als das in Deutschland vorherrschende System beinhaltet.
Die Konstruktion setzt auf andere Anlagestrategien beim Aktienportfolio des Versicherungsnehmers. Beschränkungen in der Anlagepolitik kennen britische Versicherungsunternehmen nicht und so können sie wesentlich mehr Kapital zu wesentlich höheren Erträgen bringen. In Deutschland verhindert eine gesetzliche 30%-klausel einen höheren Anlagewert. Doch auch wenn in Deutschland das Wohl der Versicherten so geschützt werden soll, steht auch das britische System seit vielen Jahrhunderten schon auf sicheren Beinen und vor allem auf höheren Erträgen.
Britische Versicherungsunternehmen erwirtschafteten im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zum ersten Mal zweistellige Renditen, die es in Deutschland nur in Ausnahmefällen bei einzelnen Unternehmen zu verzeichnen gibt. Natürlich ist das auf die Anlagepolitik zurückzuführen, denn Aktien versprechen meist nicht nur verbesserte Renditen, sondern liefern sie auch meist zuverlässig. Zusätzlich kommt die langjährige Erfahrung auch bei den Investitionen in Immobilien und andere gewinnbringende Anlagen stark zugute. Rücklagen gegen Kapitalausfall sind natürlich auch vorhanden, denn gerade britische Versicherer verfügen über hohe Kapitalrücklagen, die eventuellen Fehlspekulationen abdecken und das Risiko für den Versicherten an sich vermindert. Es lohnt sich also durchaus mal einen Blick über den Kanal zu werfen und zu schauen, ob eine britische Lebensversicherung nicht evtl. eine günstige Alternative darstellt.
