Wie stark sich eine Finanzkrise auswirken kann sieht man in den ersten Zügen jetzt auch im US-Bundesstaat Michigan. Michigan stoppte nun sogar die Vergabe von sonst absolut üblichen Studentenkrediten und alles nur wegen der Krise an den US-Finanzmärkten. Die zuständige Behörde wird ab Freitag, den 22.02.2008 vorerst keine Darlehen mehr bewilligen können und nicht zuletzt raubt so die Immobilienmisere und der dadurch entstandene, milliardenschwere Finanzschaden auch jungen Amerikanern und Amerikanerinnen die Chance auf ein Studium. Zumindest sind bereits vergebene Kredite nicht betroffen und haben also Bestand. Grund für die Einstellung der Darlehensvergabe ist ganz eindeutig. Nach Aussage der Michigan Higher Education fehlt inzwischen einfach das Kapital.
Auch andere Studentenkreditverleiher sind arg betroffen und Milliardenverluste werden verzeichnet. Trotzdem bleiben die Studiengebühren hoch und die Kreditnotwendigkeit ist nach wie vor vorhanden.
Ist solch eine Entwicklung auch in der Bundesrepublik denkbar? Da Studentenkredite hier nicht von der öffentlichen Hand vergeben werden, sondern wie alle anderen Kredite auch von Banken und Sparkassen steht zunächst nicht zu befürchten, dass die entsprechenden Angebote vom Markt verschwinden. Aber auch diese Kredite werden teurer werden und die Vergabe wird genauer geprüft. Die Welt scheint aus den Vorkommnissen gelernt zu haben und Kredite werden nicht mehr einfach so „raus gepulvert“. Fakt bleibt aber, dass sich für die deutsche Studentenschaft vorerst nichts verändert.
