Es kam wie eine Monsterwelle aus östlicher Richtung. Der Einbruch begann an den asiatischen Börsen und das drohende Unheil brach dann auch über den deutschen Finanzmarkt herein. Der Deutsche Aktienindex (Dax), der als Leitindex fungiert, verlor teilweise an die 3 Prozent seines Werts und sank damit auf einen Stand, der zuletzt im April des vergangenen Jahres erreicht wurde.
Schuld an dieser Misere sind erneut die Auswirkungen der drohenden Rezession in den USA und auch in Deutschland selbst sorgt die aktuell sehr schlechte Konjunkturlage der angeschlagenen West LB für eine miese Stimmung auf dem Frankfurter Parkett. Bereits in der ersten Stunde nach Handelsbeginn rutschte der Dax ab und war nach 45 Minuten bereits 2,8 Prozent im Minus. Diese Quote war aber nicht die Spitze des Eisbergs und obwohl sich der Dax noch knapp unter 3 Prozent Verlust halten konnte, fielen MDax um 3,3 Prozent und der TecDax sogar um 5,5 Prozent ab.
Vor allem Aktien der Deutschen Bank, der Commerzbank, aber auch andere Titel gerieten bei dieser Talfahrt stark unter Druck. Verluste zwischen 3 und 4,5 Prozent waren hier leider eher die Regel, als eine Ausnahme. Grund dafür ist die gewaltige Finanzspritze, welche die West LB nötig hat. Insgesamt 2 Milliarden Euro werden nötig sein, um das „Schiff Landesbank“ wieder auf Kurs zu bringen. Diese inländische Entwicklung und die große Angst vor einer drohenden US-Rezession, sowie die weltweit einknickenden Kurse der Börsen machen Anleger nur noch vorsichtiger und lassen befürchten, dass die noch weit höheren Kursverluste im fernen und mittleren Osten auch bald in Deutschland Einzug erhalten.
