Was alle schon vermuten wird wahrscheinlich bald bittere Realität sein. Die Beiträge zu den Krankenkassen werden bald angehoben, auch wenn es von politischer und offizieller Seite dazu noch keine Aussagen gibt. Auch wenn Kommentare aus der Politik dann sicherlich wieder immens bürgerfreundlich klingen, lässt sich nicht weg diskutieren, dass den Versicherungen derzeit ein Betrag von rund zehn Milliarden Euro in den Kassen fehlt. Diese Verbindlichkeiten kommen durch nicht gebildete Rücklagen zustande, die eigentlich die Pensionen von beamtenähnlichen, ehemaligen Mitarbeitern sichern sollten. Dieses Geld fehlt nun und reißt die große Lücke, welche selbstverständlich die aktuellen Versicherten zahlen müssen, denn woher sollte das Geld sonst kommen?
Die Frage, die jetzt aufkommt ist natürlich auch, wie der bereits beschlossene Gesundheitsfonds im kommenden Jahr auch nur mit einer ansatzweise ausgeglichenen Bilanz gestartet werden kann. Bundesländer fordern Haftungsausschlüsse und Krankenklassenverbände wollen Altlasten nicht übernehmen und die Gegner der Fonds haben Oberwasser. Auch den Bundestag werden der Fonds und seine Pleite noch vor dem Start beschäftigen. Fakt bleibt aber, dass die Beiträge aus dem Fonds an die Kassen nicht ausreichen werden und wenn dies der Fall ist, erlaubt die Gesundheitsreform Nachforderungen, die seitens der Kassen an die Versicherten heran getragen werden.
Die so oft propagierten und von den Versicherungen erwirtschafteten Überschüsse, wird es, zumindest in den ersten Jahren nach Start des Gesundheitsfonds nicht geben. Das Gegenteil ist der Fall und so sorgt die Gesundheitsreform neuerlich für Kosten beim Endverbraucher.
