Intel Capital, die Finanzierungsspezialisten innerhalb des Konzerns des weltgrößten Chipherstellers Intel, investierten in 2007 lediglich rund 6,6 Milliarden Dollar in das weite Feld der europäischen Start-up-Unternehmen. Vergleicht man nun diesen Wert mit den Finanzierungen die noch in 2005 getätigt werden, kann man nur von einem drastischen Fall der Investitionen sprechen. In dem angesprochenen Jahr wurde gut die zehnfache Geldmenge, also über 60 Milliarden in den boomenden Markt geschossen und somit wurde eine bisher nicht übertroffene Höchstmarke gesetzt. Doch scheinbar hat die Gesamtentwicklung auch die Investoren von Risiko-Finanzierungen für Start-up-Unternehmen abrücken lassen.
Natürlich gibt es heute auch weit weniger Start-up-Unternehmen als noch vor wenigen Jahren, aber trotzdem gehen die Risiko-Finanzierungen zurück. Immer weniger bekommen das benötigte Geld, doch jene, die mit Konzept und Idee überzeugen können, erhalten im Vergleich zu damals heute weit höhere Summen und so vom Start weg einen größeren Spielraum zur Umsetzung der eigenen Geschäftsidee. Anfang des Jahrtausends gab es eigentlich in jedem zweiten Start-up-Unternehmen eine Unterfinanzierung zu verzeichnen und heut beugt man schnellen Pleiten durch ausgewählte und gezielte Finanzierungen vor.
Doch der Boom ist in bestimmten Marktbereichen noch lange nicht am Ende und so hat sich auch Intel Capital dazu entschlossen in den Bereichen Umwelttechnik und alternativen Energien weiter Finanzierungen möglich zu machen. Vor allem aber jene Ideen, die sich mit dem Klimawandel und der Aufhaltung dieses Phänomens beschäftigen, haben gute Chancen. Zudem wird aber auch der Bereich Gesundheit weiter bezuschusst, denn die anschwellenden Kosten verlangen nach neuen Ideen.
