Für alle Anleger und begeisterte Aktienhändler, aber auch für echte Anlagestrategen und Börsenprofis wird es in Zukunft noch mehr Möglichkeiten geben die eigenen Wertpapiere anzukaufen und auch wieder abzustoßen. Eingeführt werden so genannte alternative Handelsplattformen, die ihre Berechtigung seit der neuen EU-Wertpapierrichtlinie MiFID genießen. Es entsteht eine direkte Konkurrenz zwischen Banken und Börsen im Aktienhandel. Für den Anleger also eine noch komfortablere Situation und weit mehr Möglichkeiten als früher. Doch muss nun zum Beispiel die Deutsche Börse zittern, um Marktanteile und Umsätze? Der Vorstand der Deutschen Börse reagiert noch gelassen auf die von der EU angeschobene Entwicklung.
„Ernst genommen“ wird die Veränderung am Markt und schlussendlich gilt es ja, den Wettbewerb anzunehmen und dem Kunden zu bieten, wonach es ihm verlangt zu angemessenen Konditionen. Dennoch ist und bleibt die neue Situation unübersichtlich und erst Mitte des kommenden Jahres wird es Ergebnisse geben, die auch verwertbar sind. Trotzdem plant die Deutsche Börse eine Expansion ihres Handelssystems Xetra im Kassamarkt. Dienstleistungen sollen nicht nur verbessert, sondern auch ausgebaut werden und mit dem Release der Plattform Xetra 9.0 sieht sich auch die Deutsche Börse gut gerüstet für die kommenden Aufgaben die vor ihnen liegen.
Konkret sollen Geschäfte noch schneller und noch sicherer werden und das immerhin bei einer runden Menge von 220.000 verschiedenen Produkten. Zu der vergrößerten Produktpalette ab Frühjahr kommen aber auch erweiterte Handelszeiten um so eine größere Kundenzufriedenheit erreichen zu können. 2008 wird für den Aktienhandel eine neue Ära werden.
