Die Zinsen gehen runter und wieder rauf. Noch am Freitagmorgen hatte ein Schnelltender der EZB ein wenig Ruhe in die Lage gebracht, doch bereits wenige Stunden später war von dieser Maßnahme nichts mehr zu erkennen. Banken waren wieder liquide und zwar weit mehr als es den hohen Tagesgeld-Zinssätzen gut tut und somit auch dem Endkunden. Von 3,6 Prozent ging der Kurs zwischenzeitlich auf 3,95 Prozent, um sich dann aller Voraussicht nach zu Wochenbeginn bei 3,7 Prozent einzupegeln, wie Experten vermuten.
Disponenten der Banken beschreiben die Lage der hohen Liquidität mit dem Grund, dass eine Abschöpfung der EZB in Höhe von 15 Milliarden Euro vorbereitet werde und diese ja von Seiten der Kreditinstitute vorhanden sein müsse und vorgehalten werde. Bereits am heutigen Montag soll dann die Summe dem Geldmarkt entzogen werden. Durchaus möglich das auch noch ein weiterer Schnelltender fällig wird. Zu vermuten steht, dass dieser dann auch den zuvor eingebrachten Schnelltender von 8 Milliarden Euro noch übersteigt.
Hoher Wellengang also am europäischen Finanzmarkt und die Tagesgeld Zinsen bewegen sich wie eine Nussschale hin und her. Unterschiede von gut einem Prozentpunkt zwischen dem so genannten Tagesgeld und beispielsweise dem Dreimonatsgeld wurden zur Haupthandelszeit notiert. Spannend wird es dann noch mal zum Ende der Mindestreserveperiode, die ab dem morgigen Dienstag in die heiße Phase geht.
