Auch der frühere Bundesarbeitsminister und Namensgeber der lukrativsten Altersvorsorge Walter Riester hält es inzwischen durchaus für möglich, dass die Notwendigkeit der Vorsorge bei den Deutschen angekommen ist und sich die Anzahl der Riester-Verträge in den nächsten Jahren durchaus verdoppeln könnte. „Gut vorstellen“, sagte er in der Stuttgarter Zeitung „könne er sich 20 Millionen Verträge“.
Es wäre wünschenswert, wenn sich die von Walter Riester gemachte Prophezeiung erfüllen würde, denn derzeit sind mit gerade einmal 10 Millionen Verträge weit weniger für das Alter abgesichert, als es sein sollte. Trotz des inflationären Gebrauchs von Wörtern wie Rentenlücken und Altersarmut, sind die Deutschen erst noch auf dem Weg zu einer umsichtigen Gesellschaft in Sachen Vorsorge.
Dennoch, seit es die Riesterförderung gibt, sind die Abschlüsse regelrecht durch die Decke gegangen. Doch Walter Riester spricht sich auch gegen die Erhöhung der staatlichen Förderung aus. Als „äußerst großzügig“ bezeichnet er die aktuelle staatliche Förderung, die ja auch im kommenden Jahr 2008 auch noch mal auf zum Beispiel 300 Euro pro Kind angehoben wird.
„Die Notwendigkeit zur weiteren Aufklärung sei größer, als die Notwendigkeit die Förderung weiter anzuheben“, so der ehemalige Minister. Unwissenheit ist selbst für das beste Produkt natürlich der Overkill, denn wer sorgt schon gekonnt vor, wenn er nicht weiß wie. Auch die Arbeitgeber nimmt Walter Riester mehr in die Pflicht, denn was aktuell an betrieblicher Altersvorsorge angeboten wird, sei immer noch traurig wenig.
