Kommt jetzt eine Rezession? Die Frage mag man bei der Investmentbank Goldmann Sachs nicht mehr verneinen, denn durch geringere Kreditvergaben steht diese negative Begrifflichkeit plötzlich im Raum. Die Hypothekenkrise an den US-Märkten scheint fast schon wieder vergessen, da meldet sie sich noch einmal gravierend zurück. Schlussendlich könnten weltweit Fonds und Banken durch die Entwicklung gezwungen werden, ihre eigenen Kreditvergaben zurück zu fahren. Im Raum stehen dabei utopische Zahlen von rund 1,4 Billionen Euro. Das zumindest sagt Chefvolkswirt von Goldmann Sachs, Jan Hatzius.
Die sich daraus ergebenden Konsequenzen könnten verheerend sein, denn auch wenn die oben genannte Summe geschätzt ist, basiert diese Schätzung jedoch auf der Tatsache dass die Hypothekenkrise insgesamt bereits einen Schaden von 400 Milliarden Dollar angerichtet hat. So ähnlich formuliert geht dies aus einem Kundenbericht hervor, den Goldmann Sachs an seine Kunden heraus gegeben hat.
Weiter heißt es in dem Bericht, dass jeder abgeschriebene Dollar von Banken und Hedge-Fonds, welche über Fremdkapital gewirtschaftet hätten, nun im Schnitt etwa 10 Dollar zurück halten. Geht man davon aus, dass nur die Hälfte aller Schäden abgeschrieben wird, kommt auf die von Goldmann und Sachs geschätzte Zahl von 2 Billionen Dollar (1,4 Billionen Euro). Ein weiterer Fakt, der die Entwicklung untermauert, ist die Tatsache das US-Banken bereits jetzt rund 50 Milliarden US-Dollar an Schäden bereits abgeschrieben haben. Falls dieser Engpass innerhalb eines Jahres stattfinde, ist eine Rezession möglich und auch auf Jahre hinaus gesehen ist das wirtschaftliche Wachstum stark beeinträchtigt.
