Fragt man einen Branchenkenner, dann wird er den so genannten Dachfonds wegen der Abgeltungssteuer Vorteile einräumen. Aber auch die gemischten Fonds schneiden im täglichen Auf und Ab der Börse gar nicht mal so schlecht ab, kommen sie doch meist in einem angemessenen Verhältnis zwischen risikoarmen und chancenreichen Anlagen daher.
Dachfonds investieren in Zielfonds und wird dort umgeschichtet löst das keine Steuerpflicht aus. Die Investitionen gehen also munter und mit vollem Kapital weiter und schaut man auf den erzielten Zinseffekt, fällt das Ergebnis meist profitabel aus. Steuern müssen erst bezahlt werden wenn die gehaltenen Anteile veräußert werden und dabei Gewinn erzielt wird.
Weitere Besonderheiten bieten zum Beispiel Immobilienfonds. Erwirtschaftet werden Kapitalerträge, nicht Mieteinnahmen und nach Abzug von Werbungskosten, sowie dem Steuerfreibetrag sind diese zu versteuern. Immobilienverkäufe und die daraus resultierenden Wertsteigerungen können steuerfrei an die Anleger weiter gegeben werden, wenn die Immobilie bereits zehn oder mehr Jahre im Bestand des entsprechenden Fonds gewesen ist. Ist dem nicht so, ist ein so genannter Spekulationsgewinn voll zu versteuern. Diese bestehenden Regeln werden sich auch zum Jahre 2009 hin kaum verändern und so stehen Immobilienfonds evtl. vor einem zweiten Frühling.
Man setzt zukünftig vielleicht wieder auf Abschreibungsmöglichkeiten, auf steuerfreie Wertsteigerungen und auf die jährliche und zu einem gewissen teil steuerfreie Ausschüttung bei den Immo-Fonds. Ausländische Fondserträge sind übrigens meist in dem entsprechenden Land zu versteuern und die allermeisten Fonds sind in Ländern angesiedelt, die eine so genannte Doppelbesteuerung gesetzlich ausschließen. Also, bares Geld aus Erträgen die auch von der heimischen Abgeltungssteuer verschont bleiben. Hohe Erträge und steuerlich so gut wie nicht relevant – das ist mal ein gutes Fazit.
