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Girokonto kostenfrei? Girokonto fair play?

Posted in Girokonto von Redaktion am 22. Okt. 2007

Werbung kann so einfach sein. Man stellt sich einen grinsenden „Weltmeisterschaftsdritten“ vor die Kamera und lässt ihn mit Schlagworten um sich schmeißen. Die ehemalige Beamten-Bank, die heute unter BBBank firmiert, drängt mit ihrem Null-Euro-Konto auf den Markt, doch interessant ist es zu sehen, was die verantwortlichen unter den Begriffen kostenfrei und fair verstehen.

Fürwahr, auf den ersten Blick kommt das Konto der BBBank wie ein gut und ausgewogen konzipiertes und für den Kunden sehr attraktives Konto daher. Besonders ist an der Sache allerdings überhaupt nichts, denn viele andere Banken und Sparkassen bieten das schon lange an. Glaubwürdigkeit möchte man vermitteln. Zuverlässig möchte man ausstrahlen und Fairness stünde im Vordergrund. Vielleicht deswegen auch Philipp Lahm als Werbeträger.

Doch „kostenfrei“ definiert sich bei der BBBank zunächst mal so: 1.) Die BBBank ist genossenschaftlich organisiert und wer Genosse werden will bezahlt einmalig 15,- €. 2.) Neugenosse und Kontoinhaber verpflichten sich so genannte Nachschüsse im Rahmen der Satzung zu zahlen. Es bezieht sich zwar nur auf die eingebrachten 15,- €, aber an dieser Stelle sei das Wort „kostenfrei“ noch mal wiederholt. 3.) Kostenfrei bekommt man sein Bargeld übrigens auch nur an den Automaten der Cash-Pool-Gruppe. Sonst kostet es überall (spätestens nach der dritten Abhebung) Gebühren. 4.) Nur bei regelmäßigem Zahlungseingang ist das Konto wirklich kostenfrei.

Kostenfrei ist etwas anderes und kostenfrei als Argument für solche Produkte zu benutzen ist alles andere als „fair“.

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