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Indiens Börse in Aufruhr

Posted in Wirtschaft / Finanzen von Redaktion am 18. Okt. 2007

Geplant war ausländischen Investoren zu erschweren, sich Zugang zur indischen Börse zu verschaffen. Doch was Stabilität und Sicherheit bringen sollte, löste Panik aus und machte aus dem normalen Aktienhandel eine Art Sommerschlussverkauf. In Mumbai, dem Sitz der größten indischen Börse brach der Index um bis zu 10 Prozent ein. Um schlimmeres zu verhindern wurde der Wertpapierhandel kurzfristig ausgesetzt.

Ausgelöst hatte Indiens Finanzminister Palaniappan Chidambaram die Panik. Ein Maßnahmenpaket zur Beschränkung von ausländischen Investoren sollte und wurde auf den Weg gebracht. Dieses Paket umfasst die Erschwerung von Zukäufen ausländischer Fonds. Doch die Anleger reagierten mit Erschütterung und direkt nach dem Handelsstart begann der Kursrutsch. Erst nach der Zwangspause beruhigte sich die Lage wieder etwas und die Verluste relativierten sich auf etwa 4 Prozent.

Die indische Börse ist solche Szenarien auch überhaupt nicht gewöhnt. Die Wirtschaft des Schwellenlandes ist im Kommen und boomt ohne Ende. Bereits seit Jahresmitte sind die Kursgewinne immens und betrugen in den letzten Monaten gute 40 Prozent. Gefördert wurde die gute Stimmung nicht zuletzt aber auch durch ausländische Gelder, die dem Markt weiter voran trieben. Kein Wunder also, dass es zu einer Panik kommt, wenn dieser lukrative Geldhahn zugedreht werden soll.

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