Wochenlang geballte Krisenstimmung an den US-Finanzmärkten und auch an den internationalen Märkten war die Stimmung so am Boden wie schon lange nicht mehr. Überraschend daher die Senkung der Leitzinsen der amerikanischen Notenbank und noch überraschender die enormen Kursgewinne auf der ganzen Welt. Während der Dow Jones mehr als 2,5 Prozent zulegte, zogen auch Nikkei (japanischer Börsenindex) und DAX (deutscher Aktienindex) mit über 3,6 Prozent, bzw. 2,3 Prozent ganz ähnlich stark nach.
Chef der US-Notenbank, Ben Bernanke begegnete mutig der heranrückenden Rezession und senkte den Leitzins bereits am Dienstag um 50 Punkte auf einen Stand von 4,75 Prozentpunkte. Viele Volkswirte hatten nur eine Absenkung von 25 Punkten erwartet. Erwartet wird eine weitere Drehung an der Zinsschraube für den kommenden Monat.
Mit diesem Schritt verbilligte sich die Geldbeschaffung für alle Banken und auch die Kreditvergaben lockern sich merklich. Die Immobilienkrise hat ein Klima des gegenseitigen Misstrauens geschaffen, welches jetzt abgebaut sein dürfte. Die Immobilienwirtschaft und auch die Spekulationen mit Hypotheken normalisieren sich wieder.
In dieser schwierigen Situation hat die Fed, die US-Notenbank, einen mutigen Schritt gewagt und auch bis zu Ende gebracht, wird Chefvolkswirt Norbert Walter von der Deutschen Bank zitiert. Solch ein Schritt unterstützt auch indirekt die Wirtschaft der USA, treibt aber auch die Energiepreise auf neue Rekordhöhen. Steigende Konjunkturdaten sind ein Indiz für die steigende Nachfrage nach Öl, doch fraglich bleibt in wie weit es auch an deutschen Tankstellen erkennbar sein wird.
