Immer mehr Eigenheimbesitzer die ihr Haus beliehen haben oder noch mitten in der Finanzierung sind, beschäftigen sich jetzt mit der US-Immobilienkrise. Zwangsläufig müsste man fast sagen, denn die Unarten der Banken und Kreditinstitute der US-Wirtschaft schwappen nachhaltig auch nach Deutschland rüber. So konnte man gestern noch von sicheren und unverkäuflichen Hypothekenkrediten sprechen, heute nicht mehr.
Wann immer bestimmte Kredite und Hypotheken zu so genannten, Not leidenden Krediten werden, soll heißen, wenn sie nicht mehr vollständig oder nicht regelmäßig, oder auch gar nicht mehr bedient werden können, neigen vor allem kleinere Institute zum Verkauf dieser Papiere. Nicht selten geht dann eine Hypothek ins europäische Ausland, wandert dort durch einen undurchsichtigen Firmenverbund, um dann schlussendlich bei einem rigorosen Inkassounternehmen zu landen.
Für die Kreditnehmer bedeutet das nicht nur Unsicherheit, sondern auch vermehrte Kosten und in vielen Fällen sogar die Zwangsräumung und Zwangsversteigerung des eben noch sicher geglaubten Eigenheims. Nicht selten wirtschaftet die finanzierende Bank über Umwege durchs Ausland und über drei bis vier verschiedene Firmen schlussendlich wieder in die eigene Tasche, nämlich dann, wenn das Inkassounternehmen zur gleichen Unternehmensgruppe gehört, wie auch die Bank selbst.
Banken und Sparkassen minimieren so ihr eigenes, finanzielles Risiko und sind sich in den seltensten Fällen darüber bewusst, was es für ihre ehemaligen Kunden bedeutet, so behandelt worden zu sein. Es soll sogar schon Fälle gegeben haben, wo Hypotheken weiter verkauft wurden, die immer rechtzeitig und vollständig vom Kunden bedient worden sind.
