Die PKV Deutschland stellt sich die Frage wie viel Prozent der Deutschen wie viel Prozent der Kosten im deutschen Gesundheitswesen verursachen. Diese wichtige Frage wurde seitens der privaten Krankenversicherung an ihr wissenschaftliches Institut (WIP) zur Klärung weiter gegeben und die Studie kam zu folgenden Ergebnissen.
Grundsätzlich gilt, dass es kostenintensive Einzelfälle zwar nach wie vor und in unveränderter Menge gibt, diese aber bei Weitem weniger Kosten verursachen, als bisher angenommen. Ebenso grundsätzlich zeigt die Studie, dass sich die Ausgaben für die Gesundheit in Deutschland mit steigendem Alter zunehmend weniger ungleich auf die Gesamtausgaben auswirken. Das also vornehmlich Alte und chronisch Kranke das Maß aller Kosten sein sollen ist schlicht falsch.
Die Studie basiert auf der 20/80 These, was soviel bedeutet wie, dass man der Annahme nachging, das 20 Prozent der Versicherten etwa 80 Prozent der Kosten verursachen. Bestätigt sich diese These, hätte man eine gute Rechnungsgrundlage für die Bewältigung der Finanzkrise im Gesundheitssystem. Leider ist die These jedoch widerlegt worden. Die Verteilung der Kosten ist wesentlich gleichmäßiger als man vielleicht glauben mag. In fast allen Bevölkerungsgruppen über 50 Jahren liegt der Wert der Kostenverteilung meist weit unter den angesprochenen 80 Prozent.
Vollständig erfasst wurde in dieser Studie auch das Gesamtmaß der entstandenen Kosten für Krankenhausaufenthalten und Arzneien. Ebenso wurde alle Arztkosten mit in die Studie aufgenommen. So gesehen ist die Studie mehr als realistisch, denn ausgewertet wurden fast 625.000 Personen und ihre ganz individuellen Daten.
