Die Strategie ist einfach erläutert und trägt den passenden Namen Alpha. Die Alpha-Strategie soll Gewinne sichern, obwohl die Kurse fallen. Dass solch eine Strategie natürlich ganz schwer nachgefragt wird, dürfte klar sein.
Alpha ist ein Manager, oder ein Automatismus, der schneller und effizienter reagiert, als der Markt selbst es tut. Anbieter von Zertifikaten verkaufen beispielsweise EuroStoxx 50 und sichern sich im Gegenzug und für das gleiche Geld Inhalte des Portfolios des Managers. Im besten Fall steigert sich so der Wert, weil er üb er dem Wert des Index liegt und so wird ein Gewinn erwirtschaftet, der auch Anlegern zugute kommt. Mehr Wert heißt bisweilen auch im Umkehrschluss weniger Verlust und so funktioniert Alpha in jeder Marktsituation.
Soweit das, was man die Theorie nennt. In der Praxis ist es schon häufiger vorgekommen, dass schlussendlich auch der Vergleichsindex höher ausfiel. Anfängliche Gewinne wurden in einigen Fällen später wieder abgegeben. Alpha hat ein Problem mit Phasen der starken Konjunktur und dabei ist es egal ob es stark abwärts oder stark aufwärts geht. Nicht grundsätzlich erspart Alpha den Kunden einen Verlust und so gab es auch in diesem Sektor schon lange Gesichter.
Doch die Absicherung kommt. Enttäuscht Strategie Alpha, dann wird eben Beta an die Anleger ausgeschüttet und zwar mit dem Wert des gekauften Index. Eine Chance mehr positiv aus der Sache heraus zu kommen. Grundsätzlich gilt aber, wie bei vielen anderen Anlagestrategien auch, dass zwar Chancen auf Gewinne bestehen, auch im doppelten Sinne, aber risikofrei ist die ganze Sache sicherlich nicht. Gegen Verluste ist man gut abgesichert, aber hat man die Musse, lange zu warten? Abgesehen davon verzichtet man als Alpha/Beta-Nutzer auf teilweise lukrative Jahresdividenden. Fraglich ist, was am Ende mehr bringt?
