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Outperformance Zertifikate


Diese Anlageinstrumente funktionieren ähnlich wie Sprintzertifikate. Dennoch gibt es einen wesentlichen Unterschied, Outperformance Zertifikate haben keinen Cap. Der Anleger kann also unbegrenzt von den Kurssteigerungen des Basiswerts profitieren und das mit einer verstärkten Partizipationsrate.

So funktionieren Outperformance Zertifikate

Outperformance Zertifikate haben zwei wesentliche Kennzahlen, die Partizipationsrate und den Basispreis. Zur besseren Veranschaulichung arbeiten wir an dieser Stelle direkt mit einem einfachen Beispiel. Beträgt der Basispreis beispielsweise 100 Euro, die Partizipationsrate 100% und der Kurs des Basiswerts 80 Euro, könnte ein Outperformance Zertifikat wie folgt laufen.

Steigt der Kurs des Basiswerts bis zum Ende der Laufzeit auf 120 Euro, erhält der Besitzer des Zertifikats diese Summe und zusätzlich noch einmal die Differenz zwischen Basispreis und Kurs des Basiswerts. In diesem Falle würde das Zertifikat einen Wert von 140 Euro haben. Die Partizipationsrate von 100% verdoppelt also die Rendite.

Wie aus dem Namen eigentlich zu erschließen ist, profitiert dieses Anlageinstrument also von einer Outperformance des Basiswerts. Einfacher formuliert, der Basiswert muss ein bestimmtes Kursziel erreichen, den Basispreis. Kurssteigerungen die dann über diesem Basispreis erzielt werden, erhält der Anleger samt Partizipationsrate vergütet. Ein Outperformance Zertifikat eignet sich vor allem dann, wenn Sie von stark steigenden Kursen ausgehen, jedoch nicht das Risiko eines Hebelzertifikats in Kauf nehmen wollen. Sinkt der Basiswert aus unserem Beispiel auf 70 Euro ab (fällt also um 10 Euro), so fällt auch der Wert des Outperformance Zertifikats nur im gleichen Maße. Bei einem Hebelzertifikat würde in diesem Fall ein Totalverlust drohen.

Outperformance Zertifikate - Vorteile

Der Anleger profitiert überproportional von Kurssteigerungen des Basiswerts obwohl er nur das gleiche Risiko wie beim Kauf des Basiswerts eingeht

Outperformance Zertifikate - Nachteile

Der Anleger muss auf Dividenden verzichten. Die exakte Kursberechnung zuzüglich der Partizipationsrate erfolgt erst zum Ende der Laufzeit.

Tipps zum Erwerb eines Outperformance Zertifikats

Gerade dann, wenn Sie starke Kurssteigerungen erwarten, sollten Sie zu einem Produkt mit kurzer Laufzeit greifen, bei der Spekulation auf allmähliche Kurssteigerungen lieber eines mit längerer Laufzeit. Der Grund: Die Outperformance Regelung greift erst bei Fälligkeit.

Der Erwerb eines Outperformance Zertifikats ist besonders sinnvoll, wenn der Basiswert nur gering unter dem Basispreis des Zertifikats notiert. Dann können Sie bei weiteren Kurssteigerungen optimal von der Outperformance profitieren. Beachten Sie jedoch eventuelle Aufschläge im Börsenhandel.

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