Bonuszertifikate - steigende Kurse - Bonus - Zertifikate
Bonuszertifikate setzen auf steigende Kurse. Zusätzlich ist bei diesen Produkten ein Mechanismus inbegriffen, der dem Anleger auch in seitwärts oder leicht schwachen Märkten Renditen verspricht – der Bonus.
So funktionieren Bonuszertifikate
Auch wenn sich die Konstruktion dieses Produkts zunächst kompliziert anhört, sie ist im Grunde sehr einfach. Bonuszertifikate haben stets zwei wichtige Kennzahlen.
- das Bonuslevel
- die Barriere
Kurz gesagt, der Anleger erhält bei Fälligkeit mit einem Bonuszertifikat stets den Gegenwert des Bonuslevels wenn die Barriere während der Laufzeit nicht unterschritten wurde. An einem Beispiel erklärt:
Der Kurs des Basiswerts wird mit 100 Euro angenommen, die Barriere soll in unserem Beispiel bei 70 Euro liegen und das Bonuslevel bei 130 Euro. Das Bonuszertifikat läuft nun über eine bestimmte Zeit, angenommen 2 Jahre.
Sinkt der Kurs während dieser Zeit nicht unter oder auf 70 Euro (die Barriere) erhält der Anleger in jedem Fall wenigstens das Bonuslevel. Denkbar wären dann zwei Möglichkeiten. Entweder der Kurs des Basiswerts unter dem Bonuslevel von 130 Euro, beispielsweise bei 90 Euro. In diesem Fall erhält der Anleger trotzdem das Bonuslevel, ein klarer Vorteil gegenüber dem Kauf des Basiswerts. Notiert der Kurs des Basiswerts jedoch über dem Bonuslevel, erhält der Anleger in der Regel die gleiche Rendite, die er auch beim Kauf des Basiswerts erzielt hätte.
Fällt der Kurs jedoch während der Laufzeit des Zertifikats auf oder unter die 70 Euro Barriere, wird bei Ende der Laufzeit nur der Kurswert des Basiswerts zurückerstattet. Ein Halten des Zertifikats ergibt in diesem Fall keinen Sinn, da der Anreiz in Form der Bonuszahlung erloschen ist. Allerdings finanzieren die Emittenten Bonuszertifikate, indem sie Dividenden einbehalten. Der Anleger profitiert also ausschließlich von den Kurssteigerungen.
Bonuszertifikate - Vorteile
Bonuszertifikate erzielen auch in stagnierenden Märkten attraktive Renditen. Die Barriere stellt zugleich einen Airbag für Ihre Geldanlage dar.
Bonuszertifikate - Nachteile
Bei einem Bonuszertifikat verzichtet der Anleger auf Dividenden, diese werden zur Finanzierung des Bonus genutzt.
Die Kurse von Bonuszertifikaten sind abhängig von der Schwankungsbreite des Basiswerts und Ihrer Restlaufzeit. Nur bei Ausgabe und zum Ende der Laufzeit erhält der Anleger das Bonuszertifikat genau zu dem Kurs gemäß Bezugsverhältnis zum Basiswert.
Formen von Bonuszertifikaten
Abweichend von den generellen Eigenschaften von Bonuszertifikaten, gibt es einige besondere Formen. Der Anleger sollte darauf achten, dass er die richtige auswählt.
» Capped Bonuszertifikate
Diese Bonus-
Zertifikate kennzeichnen sich dadurch, dass mit ihnen ein höherer Bonus erzielt werden kann. Im Gegenzug begrenzt ein Cap die maximal erzielbare Rendite, also eine zusätzliche Barriere nach oben. Oberhalb des Caps nimmt der Anleger nicht mehr an Kurssteigerungen des Basiswerts teil.
» Bonus Pro Zertifikate
Diese Erscheinungsform hat eine andere Regelung in Bezug auf die Handhabung der Barriere. So kann diese bei einem Bonus Pro Zertifikat durchaus während der Laufzeit verletzt werden, da die Barriere erst ab einem bestimmten Zeitraum vor Fälligkeit des Zertifikats wirksam wird. Beispielsweise wäre eine Zeitspanne von 3 Monaten vor Fälligkeit denkbar.
» Bonus Outperformance Zertifikat
Im Prinzip funktioniert diese Form genauso wie das klassische Bonuszertifikat. Nur werden Kurssteigerungen oberhalb des Bonuslevels dann wie bei einem Outperformance Zertifikat behandelt. Eigentlich ist diese Konstruktion für Anleger interessant, die sich nicht entscheiden können, ob Sie nun stark steigende oder eher seitwärts laufende Kurse erwarten.