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Tagesgeldkonto | Tagesgeld im Vergleich zum Festgeld

Sollte ich meine kurzfristig geparkten Gelder lieber per Tagesgeld oder als Festgeld anlegen? Eine gute Frage. Sowohl Tagesgeld als auch das Festgeld haben Vor- und Nachteile.

Wer eine Geldanlage für mehr als zwölf Monate sucht, erhält beim Festgeld in der Regel leicht höhere Konditionen als beim Tagesgeld. Allerdings auch nur dann, wenn er während der zwölf monatigen Frist nicht auf das Ersparte zurückgreift, ansonsten drohen zusätzliche Gebühren. Festgeldkonditionen richten sich zudem nach den Anlagebeträgen und den Laufzeiten. Höhere Beträge mit langen Laufzeiten werden in der Regel am Besten verzinst. Allerdings zählt beim Tagesgeld der einmalig investierte Betrag, zusätzliche Sparraten sind in der Regel nicht möglich, zumindest nicht zu den gleichen Konditionen.

Beim Tagesgeld ist es hingegen egal, wann Sie über Ihr Erspartes verfügen. Sie können jederzeit Geld einzahlen oder abheben, die Konditionen ändern sich dadurch nicht. Tagesgeld ist also weitaus flexibler als Festgeld. Zudem können Sie Ihr Tagesgeldkonto wesentlich vielseitiger einsetzen. beispielsweise als Verrechnungskonto für Ihr Wertpapierdepot. Im Wesentlichen ist Tagesgeld ähnlich flexibel wie ein Girokonto, doch ist es in der Regel kostenlos und es kann kein Geld am Bankautomaten abgehoben werden. Tagesgeld ist normalerweise die ideale Lösung um kurzfristig, bis zu sechs Monate lang, Geld zu attraktiven Konditionen anzulegen.

Oft werben die Banken mit netten Geld- oder Sachprämien um Neukunden für Tagesgeldkonten. So können beispielsweise 25 Euro Startguthaben bei 1.000 Euro Anlagesumme den geringen Zinsvorteil vom Festgeld egalisieren. Sie würden nämlich 2,5 % zusätzliche Zinsen in Form der Prämie erhalten. Der Zinsvorteil vom Festgeld gegenüber dem Tagesgeld liegt selten bei mehr als 0,5 %. Wer also lieber flexibel sein möchte oder beständige Sparraten plant, ist mit einem Tagesgeldkonto unter Umständen besser beraten. Interessante Angebote lassen sich auch bei der Verbindung von Tagesgeldkonten und Geldanlagen in Fonds oder Wertpapiere nutzen. Hier gelten dann oftmals besonders gute Einstiegskonditionen.

Ein anderer Aspekt könnte jedoch die Einlagensicherung und der maximal anzulegende Betrag sein. So ist Tagesgeld, das Sie bei einem fremdländischen Bankinstitut anlegen, oftmals nur bis 25.000 Euro einlagengesichert. Nicht selten gelten die attraktiven Tagesgeldzinsen auch nur bis zum einem maximalen Anlagebetrag, beispielsweise 30.000 Euro. Beim Festgeld stellen sich derartige Probleme in der Regel nicht.

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