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Medienfonds


Die Produktionskosten für einen Film gehen je nach technischem Aufwand und Besetzung schnell in den zweistelligen Millionenbereich. Kosten, die nur schwer von einzelnen Investoren gestemmt werden können. Genau aus diesem Grund werden Medienfonds aufgelegt. Stehen neue Projekte an, können Interessenten Anteile erwerben. Ist der Topf ausreichend gefüllt, wird der Fonds geschlossen. Der Einstieg in das Geschäft mit Medienfonds, die fast ausschließlich als geschlossene Fonds angeboten werden, ist damit hauptsächlich Anlegern möglich, die ausreichend Kapital zur Verfügung haben.

Medienfonds, die nicht nur bei Film- und Fernsehproduktionen, sondern auch im Bereich der Musik und Computerspiele zum Einsatz kommen können, nutzen als Rechtsform gerne die GmbH & Co. KG, deren Kommanditisten die Anleger sind. Interessant waren – und die Betonung liegt auf der Vergangenheitsform – Medienfonds hauptsächlich aufgrund der Möglichkeit der Verlustzuweisung, der durch den Gesetzgeber ein Riegel vorgeschoben wurde. Über die Steuer aus einem solchen Fond Gewinne zu erwirtschaften, ist erheblich schwerer geworden. Das gilt im Übrigen für alle so genannten Steuersparfonds. Seither hat das Interesse an Medienfonds deutlich abgenommen. Schließlich lässt sich das Risiko des Investments kaum abschätzen.

Ob ein Film oder ein Computerspiel ein Kassenschlager oder aber ein absoluter Flop wird, kann eben nicht vorhergesagt werden. Nicht jeder Fonds kann wie bei „7 Zwerge – Männer alleine im Wald“, „Der WiXXer“ oder „Terminator 3“ zu Gewinnen führen. Das gilt auch für Medienfonds, die auf mehrere Projekte bauen. Die Rendite ergibt sich unter anderem aus den Einspielergebnissen. Je mehr Menschen in die Kinos strömen, desto besser. Doch nicht nur die Eintrittsgelder machen in dem Fall den Gewinn aus. Denn ein Film darf nie alleine für sich gesehen werden. Hinzu kommen mögliche Lizenzen, die Verwertungserlöse für Video und DVD sowie der gesamte Bereich des Merchandisings. Ob nun Bettwäsche, Plüschtiere, Sammeltassen, Bücher, Soundtracks oder die Bücher zum Film – jeder verkaufte Artikel wirkt sich positiv auf den Gewinn aus. Eine feste Laufzeit gibt es nicht, sie hängt stark davon ab, wie lange die Rechte vermarktet werden können.

In Zeiten, da der Medienmarkt boomt, ist ein Medienfonds für risikofreudige Anleger, durchaus eine Überlegung wert.

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